Kösteldorf
Nachbarort von Pechgrün
Kösteldorf ist der wichtigste Bezugspunkt von Pechgrün auf der Hochfläche nördlich des Dorfes. Die Wege von Pechgrün führten nach Kösteldorf – und von dort weiter nach Kofl und Schwarzenbach. Für die Orientierung, für alltägliche Wege und für Verbindungen zwischen den Orten spielte Kösteldorf eine zentrale Rolle. Auch heute ist der Ort gut erreichbar und lebendig, eingebettet in eine offene, gepflegte Landschaft.
Die Karte zeigt mehrere Wege und Verbindungen zwischen den Orten der Hochfläche. Man kann von Pechgrün direkt nach Kofl gehen, nach Neuhäuser oder weiter nach Schwarzenbach; ebenso bestehen Verbindungen zwischen Neuhäuser, Kösteldorf und Schwarzenbach. Für Pechgrün waren jedoch zwei Wege nach Kösteldorf von besonderer Bedeutung. Sie stellten die Hauptverbindungen dar und sind auch im Bereich Wege ausführlicher beschrieben.
Der eine Weg führte von Pechgrün über die sogenannte Spitzeiche und verlief als direkter Hauptweg über den Rücken des Spitzbergs. Der zweite Weg führte über die Wehrmühle, vorbei an den drei Linden, und folgte weiter dem Schwarzebach in Richtung Kösteldorf. Beide Wege nutzten unterschiedliche Geländestrukturen, verbanden jedoch dasselbe Ziel: den Übergang von Pechgrün auf die Hochfläche bei Kösteldorf.
Historisch gehörten Kösteldorf, Kofl und zeitweise auch Neuhäuser zusammen. In der Zeit des Franziszeischen Katasters bildete Kösteldorf den verwaltungstechnischen Bezugspunkt für die umliegenden Orte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kösteldorf und Kofl der Gemeinde Schwarzenbach zugeordnet, während Neuhäuser bereits 1924 zu Pechgrün kam. Diese Veränderungen änderten jedoch nichts an der gewachsenen Weg- und Raumstruktur der Gegend.
Die folgenden Fotos entstanden bei einem Besuch in Kösteldorf im Juni 2023. Anlass dafür war der Versuch, den vorgelagerten Spitzberg zu erreichen, der mit einer Höhe von rund 618 Metern unterhalb der Hochfläche von Kösteldorf liegt. Das Gasthaus im Ort befindet sich bereits auf etwa 650 Metern Höhe. Um zum Spitzberg zu gelangen, muss man daher zunächst vom Dorf aus deutlich bergab steigen, bis auf etwa 570 Meter, bevor der eigentliche Anstieg zum Spitzberg beginnt. Einen ausgewiesenen Weg gibt es nicht; der Aufstieg erfolgt quer durch den Wald.
Oben angekommen zeigte sich jedoch, dass die Aussicht inzwischen vollständig zugewachsen war, sodass das erhoffte Panorama auf die Abraumhalde von Pechgrün ausblieb. Nach dem Abstieg führte der Weg wieder hinauf nach Kösteldorf auf die Hochfläche. Dort entstanden die hier gezeigten Aufnahmen. Sie zeigen einen Ort, der heute gepflegt, ruhig und lebendig wirkt: renovierte Häuser, gute Wege und eine offene Landschaft. Kösteldorf ist kein Durchgangsort, sondern ein Platz, an dem man gerne verweilt. Dazu gehört auch das Gasthaus im Ort, das wir bei einem späteren Besuch im Mai 2025 aufsuchten, nachdem wir den lange gesuchten Affenfelsen gefunden und dort eine kleine Gedenktafel angebracht hatten. Der Abend klang bei Pizza und Bier in geselliger Runde mit den heutigen Bewohnern des Ortes aus – ein schöner Abschluss eines langen Tages.
Der Gipfelbereich ist heute weitgehend zugewachsen; eine Aussicht auf die Abraumhalde von Pechgrün ist nicht mehr möglich.
Locker angeordnete Gebäude auf der Hochfläche, eingebettet in Gärten und alte Baumbestände.
Der Ort wirkt heute gepflegt, ruhig und offen.
Offene Fläche am Ortsrand, heute ein Treffpunkt für Kinder und Familien.
Mit angrenzendem Dorfmuseum und Glockenturm – ein zentraler Treffpunkt im Ort.