Kofl
Eine Streusiedlung auf der Hochfläche
Kofl ist ein kleiner Nachbarort von Pechgrün auf einer Hochfläche rund 650 Meter oberhalb des ehemaligen Dorfes. Heute gehört Kofl gemeinsam mit Köstldorf zur Gemeinde Schwarzenbach. Anders als diese Orte besitzt Kofl keinen geschlossenen Ortskern: Die Häuser liegen locker verstreut über die Hochfläche, verbunden durch wenige Wege und die gemeinsame Landschaft.
Historisch war Kofl wohl nie ein eigenständiger Ort im verwaltungstechnischen Sinn. Es gehörte bereits im 19. Jahrhundert zu Köstldorf, wie ein Ortsplan von 1842 im Rahmen des Franziszeischen Katasters zeigt. In den Kirchenbüchern der Pfarrei Dotterwies wurde Kofl jedoch als eigener Ort geführt. Seit dem Zweiten Weltkrieg gehört Kofl gemeinsam mit Köstldorf zur Gemeinde Schwarzenbach.
Der Ortsteich ist eines der wenigen gemeinsamen Elemente in der verstreuten Siedlung von Kofl. Er verdeutlicht zugleich die landschaftliche Orientierung des Ortes: Das Wasser fließt nicht nach Pechgrün ab, sondern über den Wolfschlagbach in Richtung Neurohlau. Aufgrund des deutlichen Gefälles handelt es sich dabei um einen kleinen Gebirgsbach.
Für mich persönlich ist Kofl vor allem durch die Ahnenforschung und familiäre Beziehungen präsent. Ein konkreter Bezug ergibt sich über meinen angeheirateten Onkel Karl Forster, der aus Kofl stammte. Er war mit meiner Tante Edeltraut (Traudl) Heinzl verheiratet, der Schwester meiner Mutter. Nach der Vertreibung lebten Karl und Traudl Forster im selben Ort wie meine Großeltern, in Abtsgmünd bei Aalen. Bei Besuchen meiner Großeltern gehörten auch die Forsters selbstverständlich dazu. Kofl ist für mich daher kein abstrakter Punkt auf der Karte, sondern ein Ort, der über Menschen und Erinnerungen greifbar bleibt.