Schwarzenbach
Nachbarort von Pechgrün
Schwarzenbach liegt nördlich von Pechgrün auf einer Hochfläche des Erzgebirges in etwa 650 Metern Höhe. Das Gelände fällt von hier steil zum Tal des Schwarzebachs ab, der seinen Ursprung im Bereich von Schwarzenbach hat und talwärts über die Wehrmühle nach Pechgrün fließt. Auf der kurzen Strecke rauscht der Bach zunächst als Gebirgsbach ins Tal, bevor er sich ab dem Dorfeingang von Pechgrün beruhigt und weiter in Richtung Eger zieht.
Die erste schriftliche Erwähnung von Schwarzenbach stammt aus dem Jahr 1489. Der Ortsname wird entweder vom Schwarzebach abgeleitet oder mit einem kleinen Kohlevorkommen in Verbindung gebracht, das möglicherweise auch dem Bach seinen Namen gab. Über Jahrhunderte war der Ort landwirtschaftlich geprägt; Ackerbau und Viehhaltung bildeten die wirtschaftliche Grundlage. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen Steinbrüche in der Umgebung hinzu, die zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten boten. Eine Schule bestand im Ort, und bis ins 20. Jahrhundert hinein blieb Schwarzenbach ein bäuerlich geprägtes Dorf.
Für meine eigene Familiengeschichte ist Schwarzenbach durch die Familie Fellner von Bedeutung. Meine Großmutter mütterlicherseits war eine geborene Fellner. Der Stammvater dieser Linie, Sigismund Fellner, stammte ursprünglich aus Amberg und kam im 18. Jahrhundert ins Egerland. Am 16. Juli 1835 heiratete er in Schwarzenbach Maria Elisabeth Zettel aus dem Ort. Von hier aus führte eine spätere Linie der Familie nach Pechgrün, wo sich der Bezug zu meiner Familie über mehrere Generationen fortsetzte.
Heute ist Schwarzenbach eine selbstständige Gemeinde, zu der auch die Orte Kösteldorf und Kofl gehören. In dieser Form bildet der Ort einen der unmittelbaren Nachbarorte von Pechgrün.