Die Lange Wiese
Fotografische Beobachtungen 2019–2022
Auf dem Weg von der Wehrmühle zum Heinrich-Siehr-Felsen kommt man an der sogenannten Langen Wiese vorbei, die etwas oberhalb von Pechgrün am Weg nach Kösteldorf lag. Die Wiese ist in Karl Redelsbachs handgezeichnetem Ortsplan eingezeichnet und wird auch in den Pechgrüner Heimatbüchern mehrfach erwähnt.
Heute erinnert nur noch wenig an die einstige Bergwiese. Durch die Aufschüttung der Pechgrüner Halde kann das Wasser nicht mehr wie früher in den Schwarzebach abfließen. Aus der Langen Wiese ist im Laufe der Jahre ein kleiner Teich geworden, umgeben von Birken, Weiden und dichtem Bewuchs.
Bei unserem Besuch im Mai 2025 konnten Claus und ich diesen Ort nur als Momentaufnahme erleben. Umso bemerkenswerter ist die Fotoserie von Jaroslav Karban, der die Lange Wiese zwischen 2019 und 2022 immer wieder vom nahezu gleichen Standort aus fotografiert hat. Die Aufnahmen zeigen nicht nur den Wechsel der Jahreszeiten, sondern auch die unterschiedlichen Stimmungen des Ortes – vom frischen Grün des Frühlings über sommerliche Spiegelungen bis hin zu Schnee, Eis und winterlicher Stille.
„Dieser Ort hat mir auch nach all den Veränderungen immer gefallen, deshalb habe ich ihn in den Jahren 2019 bis 2022 immer wieder einmal zu verschiedenen Jahreszeiten fotografiert.“
— Jaroslav Karban
Die folgenden Bilder sind chronologisch angeordnet. Zusammen ergeben sie eine ungewöhnliche fotografische Langzeitbeobachtung eines Ortes, der einst Teil der Landschaft von Pechgrün war und heute ein anderes Gesicht erhalten hat.