Oberes Dorf
Der Weg nach Kösteldorf über die Wehrmühle
Diese Seite folgt dem linken Weg vom Konsumhaus im oberen Dorf Pechgrün über die Wehrmühle in Richtung Kösteldorf. Es ist jener Weg, der an Höfen, Linden, Teichen und Waldgrenzen vorbeiführt und im Text nicht als durchgehende Strecke, sondern als Abfolge vertrauter Orte beschrieben wird.
Der Bericht setzt voraus, dass man diese Landschaft kennt oder sich zumindest vorstellen kann. Um diese Vorstellung zu erleichtern, steht am Anfang eine topografische Karte, die das obere Dorf mit seinen Wegen, Höhenzügen und Flurnamen zeigt. Sie bildet den räumlichen Rahmen für das Folgende.
Der rechte Weg nach Kösteldorf – über die Spitzseich – wird hier bewusst ausgeklammert und an anderer Stelle behandelt.
Pechgrün kann man nicht eindeutig einer bestimmten Siedlungsform zuordnen. Es ähnelt in seinen Anfängen einem Straßendorf, aber es fehlen die besonderen Eigenheiten eines solchen. Es war auf keinem Fall ein Runddorf oder Haufendorf. Eher schon ein Gewanndorf, weil jeweils in der Nähe des Grundbesitzes weitere Häuser entstanden.
Ob es im »Intan Dorf« immer schon Wege links und rechts des Baches gegeben hat, wer wollte das jetzt noch ergründen. Im »Iawan Dorf« ist das eindeutig, dort führt der Weg einmal links und einmal rechts am Bach entlang. Wie immer es auch war, die Wege richteten sich nach dem Lauf des Baches, der von Nordwesten kommend nach Südosten das Dorf durchfloß. In Pechgrün gab es bis zu seinem Untergang keine Straßen- oder Wegebezeichnungen. Der »Huhlwech« war eher ein Flurname als der Name eines Weges. Es gab auch keine Gassen. Alles, was außerhalb des Hauses war, war »aaf da Gåß«. Mit der Bezeichnung »Berch« (Berg) war man großzügiger. So hatten wir einen Kutscher-, Schoell-, P(ü)lzns-, Lei(n)-, Meisls-, früher Teichwiesn- und Stohwåssersberch, wobei Berg nicht im üblichen Sinn gebraucht war, sondern eher für Steigung oder Anstieg stand.
Die Häuser hatten neben den Hausnamen auch noch eine Nummer. Bei der ersten amtlichen Nummernzuteilung wurden die Höfe und Häuser zuerst rechts bachaufwärts und dann links bachabwärts numeriert. Zu meiner Zeit wurden die Nummern in der Reihenfolge der Fertigstellung der Häuser vergeben. Es gab nur eine Ausnahme; als das alte »Schneiderhaus« abgerissen wurde, war das neue schon lange fertiggestellt und bekam deshalb die Nummer 97. Erst in den 30er Jahren wurde die Nummer 11 an das Haus vom »Wåstl Edawad« vergeben. Hausnamen kamen aus der Mode.
Bezeichnungen wie: »da Wöidicha Ochs«, »am Vuaglsång«, »aaf da Luuft« oder »in da Weja«, waren keine Hinweise für die Postzustellung, es waren Namen von Ortsteilen.
Ältere Häuser waren zum Schutz gegen die rauhen Nordwinde mit ihrer Rückseite in den Berg oder dessen Windschatten gebaut. Besonders deutlich war das bei den Häusern vom »Kutscherbauern«, »da Möhl Mare« oder beim »Wewa« zu sehen.
Das Gelände, in das Pechgrün hineingebaut war, war geprägt vom Lauf des Wassers oder der eiszeitlichen Gletscher, von den Wellen, von der Dünung des Kreidesmeeres. Die Hügel in und um Pechgrün waren im Grunde Sandbänke. Die Senken zwischen diesen Sandanhäufungen bezeichnete der Volksmund als »Seich«, woraus das hochdeutsche Wort Seige geworden sein könnte. Der Duden weiß, daß eine Seige eine vertiefte Stelle zur Ableitung von Wasser ist. Eine solche Seich, obgleich nicht so genannt, war die Wiesenaue, welche in der »Long Wies« in 500 m Meereshöhe begann. Sie verlief an den »Fuxlöchan« entlang zum »Gagelteich« vorbei am »Neibauern« zwischen »Duadan Huaf« und »Konnas Haus« hin zur »Bärnhaut« und endete am »Owastteich« in 445 m über N.N. Oberhalb vom »Gagelteich«, der in den letzten Jahren trockengelegt war, konnte man eine Abzweigung hin zum Schwarzebach feststellen. Ein anderer Seitenarm öffnete sich nach dem »Hechtenteich« hin zum Bach. »'s Bärnseigl«, im Nordwesten des Dorfes, war der Anfang einer Senke, in welcher das Pechgrüner Teichesystem errichtet war und sich oberhalb von Poschetzau mit der »Long Wies/Bärnhaut« vereinigte. Erhebungen zwischen diesen beiden Seichen waren »'s Matzls Büllerl« und auf der anderen Seite des Baches »'s Mitterwallerl«. Sie waren beide etwa 475 m hoch. Am »Büllerla« wuchsen nur Birken, wogegen »'s Mitterwallerl« ein Nadelgehölz war. Vom »Bärnseigla« am Wald entlang bis zum Schwarzebach erstreckte sich ein flaches Stück Land, das steil zum Bach abfiel, es waren vorwiegend Felder. Dieses abschüssig, steile Stück Gelände nannte man »Låuchrong«. In Dorfnähe war der »Rong« (Hang) am höchsten und steilsten. Das Wiesenstück hinter den Häusern und am Hang entlang hieß »Låuch«.
Gegenüber der Låuch gab es einen ähnlichen »Rong«, er fiel steil zum »Köstldorfer Weg« ab und war bewaldet. Die »Rinnlbüschla« verflachten dorfeinwärts und gingen ins »Schneiderwallerl« über. Das »Matzl Haus« (Nr. 13) und »'s Muẞls« (Nr. 12), auch der alte »Schneiderhof« (Nr. 97) waren mit ihren Rückseiten in diesen »Rong« hineingebaut. »'s Gloanat« war die Einfahrt zu der Scheune des »Schneiderhofes« und begann bei »Mußls« Garten. »'s Gloanat« war der Anger vom »lawan Dorf«, auf dem sich die Jugend herumtrieb, es war zum Teil aufgeschüttet. Zum »Köstldorfer Weg« hin war es mit einer Mauer aus Granitfindlingen abgestützt. Am Rande vom »Gloanat« standen alte Birken. »'s Schneiderwallerl« war ein Kieferngehölz. Es begann beim »Mußlhaus« und bedeckte hinter dem »Schneider Huaf« den Abhang vom »Meisls Berch« in Richtung Bach. Eine »Möhlpamperlstaun« (Weißdorn) am Fuße dieser Anhöhe bildete den Übergang vom Wald zu den Wiesen. Im Norden wurde das »Schneiderwallerl« von Feldern begrenzt.
Hinter den beiden Häusern, die am »Köstldorfer Weg« standen, zog sich eine Fichtenschonung hin, die an der Abzweigung des Weges in »d' Long Wies« endete. Die obere Grenze dieser Schonung bildeten das »Mitterwallerl«, ein etwa 10 Ar großes Hochwaldstück und die Felder, die dieses Wäldchen umgaben. Die Wälder des Erzgebirges drängten an dieser Stelle bis ins Dorf. Oder hatten die frühen Siedler den Wald bis an den Fuß der Berge zurückgedrängt? Der Schwarzebach kam aus Nordwesten, er stürzte im Wald über graue Felsen rauschend und schäumend an der »Wejam(ü)hl« vorbei als Wildbach ins Tal. In seinem klaren Wasser lebten noch viele Forellen. Bevor er aus dem Wald heraustrat, durchfloß er ein Tal, an dessen linker Seite der »Affenfölsn« und der »Rouwasberch« (Robesberg) steil anstiegen. Ein Weg führte zwischen Bach und Berg bis zur »Wejam(ü)hl«. Bevor man den Bach überschritt teilte sich der Weg, er erreichte im weiten Bogen die »Spitzseich«, den Weg ins höhergelegene Nachbardorf. Gegenüber vom »Åffnfölsn« hinter niedrigem Fichtenwald von hohen Lärchen verdeckt, stand auf einer Anhöhe das alte »Hiachahaus« (Hegerhaus, Nr. 14).
In der »Weja«, einem Pechgrüner Ortsteil, verließ der Bach den Wald und durchfloß die »Låuch«, eine Wiesen- und Bachaue, die am nordwestlichen Rand des Dorfes endete. Am Weg über »d' Spitzseich« nach Köstldorf standen links die zwei »Wejahaiser« (Nr. 41 und 43). Das neue »Hiachahaus« (Nr. 75) war einige Meter bergwärts in eine Wiese gebaut, die sich bis zu den »Fuxlöchan« und dem »Neibauern« hin erstreckte. Ein kahler Sandhügel gegenüber den »Wejahaisern«, war in meiner Kindheit noch bewaldet. Nach dem Abholzen blieb diese Erhebung landwirtschaftlich ungenutzt und verwilderte. Nur an zwei Stellen, die zum Grundstück des Hegers gehörten, standen längs des Weges noch einige höhere Fichten. Nach der »Weja« floß der Bach im weiten Bogen dem Dorf zu und weiter durch das Dorf zur »Bärnhaut«.
Einschub: Orientierung im Bereich der Höfe oberhalb des Konsumhauses
Bevor die folgende Wegbeschreibung weiterführt, ist es sinnvoll, sich den Bereich oberhalb des Konsumhauses räumlich vor Augen zu führen. Gemeint ist der Abschnitt zwischen dem Konsumhaus (Haus Nr. 33), den beiden großen Höfen des Läin- und des Matzl-Huafs sowie der Weggabelung bei den Linden.
In diesem Bereich liegen mehrere Einfahrten, Hofräume und Wegabzweigungen dicht beieinander. Für die damaligen Bewohner war diese Ordnung selbstverständlich; für heutige Leser ist sie ohne zusätzliche Orientierung schwer nachvollziehbar. Das folgende Luftbild zeigt diesen Raum in seiner Gesamtheit.
1 → Konsumhaus (Haus Nr. 33)
2 → Läin-Huaf, Wohnhaus (Haus Nr. 20)
3 → Einfahrt Läin-Huaf
4 → Stoo(d)l des Läin-Huafs
5 → Stoo(d)l des Matzl-Huafs
6 → Austragshaus (Haus Nr. 51)
7 → Steintor des Matzl-Huafs
8 → Matzl-Huaf, Wohnhaus (Haus Nr. 19)
9 → zweite Einfahrt / Hinterzugang (Matzl- / Läin-Huaf)
10 → d’ Lind’n
11 → Abzweigung zu den Teichen
12 → Weiterführung Richtung Köstldorf / Wehrmühle
Das Luftbild macht sichtbar, wie der Weg vom Konsumhaus an den Höfen vorbeiführt, welche Einfahrten zu den einzelnen Anwesen gehören und an welcher Stelle sich die Wege trennen. Auch die Lage der Linden sowie der Zusammenhang zwischen Hofräumen, Stoo(d)ln und Durchfahrten werden so nachvollziehbar.
Mit diesem Bild vor Augen lässt sich die folgende Schilderung als das lesen, was sie ist: eine Erinnerung an einen vertrauten Raum. Die Wege, Höfe und Abzweigungen werden nicht erklärt, sondern benannt – so, wie man sie kannte und benutzte.
Vor dem Haus Nr. 33, das man »Konsumhaus« nannte, weil sich in ihm viele Jahre eine Filiale des »Konsumvereins Chodau-Graslitz« befand, endete die Straße und teilte sich in zwei Wege, die beide nach Köstldorf führten. Der linke Weg führte an der »Wejam(ü)hl« vorbei in den unteren Teil von Köstldorf und traf im höhergelegenen »Schwarzawoch« (der Ort Schwarzenbach) auf die Bezirksstraße nach Neudek. Der rechte Weg führte über die »Spitzseich« in das obere Köstldorf und nach Kofl, erreichte in etwa 670 m Höhe nahe der »Schwörkåpelln« ebenfalls die Straße nach Neudek.
Der linke Weg stieg kräftig an, führte in den »Läi(n)huaf« und weiter an »Matzls Stoo(d)l uu Miesthaffn« vorbei und strebte den Pechgrüner Wahrzeichen, den »Linden«, entgegen. Diese drei wuchtigen, alten Bäume wurden vermutlich während des Dreißigjährigen Krieges oder kurz nach dessen Beendigung gepflanzt. Etwa 330 Jahre später, am 12. Februar 1976, wurden sie von den Tschechen gefällt. Noch vor den Linden, unter denen sich ein Marterl befand, führte ein Abzweig an der Nordseite des »Matzlhauses« entlang und ermöglichte den Zugang zum hinteren Hofbereich. Auf diesem Weg, der sich tief ins Erdreich eingegraben hatte, gelangte man nach dem Passieren des »Matzlhuafs« wieder zurück zum »Läi(n)huaf«.
Der Fuhrweg nach Köstldorf beschrieb hinter dem »Matzlhuaf« einen Bogen. In dieser Kurve begann ein alter Lattenzaun, der die angrenzenden Felder vom Weg trennte. Dieser vereinigte sich mit dem Gartenzaun des »Mülleranwesens«. Am Ende dieses Zaunes, bei der Gabelung der Straße, hatten die Mieter vom »Kunsum« ihre »Straahaffn« und Holzplätze. Folgte man diesem holprigen Fuhrweg über die »Linden« hinaus, dann traf man in Höhe von »Matzls-Bühlerl« auf einen Wiesenweg, der zum »Stårkeneier« und dem »Pfårrteich« führte. Nach einigen Schritten, noch ehe der Weg zum alten »Hiachahaus« anzusteigen begann, führte ein Feldweg zum »Bärnseigla«.
Das Bärnseigl war ein liebliches Waldbächlein, welches am Ende dieses Feldweges aus dem Wald, der die Felder zu den Bergen hin begrenzte, heraustrat. Von dort an gab es nur einen Fußsteig, der gleichzeitig Rain zwischen zwei Feldern war und nach Neuhäuser führte. Das rechts vom Fußsteig gelegene Feld ging unmittelbar in eine Fichtenschonung dem »Heuknuag« über. Bevor das »Bärnseigl« den Wald verließ, durchfloß es eine Waldwiese, sie wurde »Schütznwies« genannt. Dieses Rinnsal speiste den höchstgelegenen Teich. Im »Stårkåneia«, so hieß dieser, wurden seines klaren Wassers wegen Forellen gezüchtet. Eine Stufe tiefer lag der »Pfårrateich«. Zwischen diesen beiden Gewässern gab es ein Erlenwäldchen, dort veranstalteten die Pechgrüner Buben ihre Indianerspiele. Auf dem mit Gras bewachsenen Damm standen ein paar alte, dickstämmige Erlen. Im seichten Teil des Teiches wuchs undurchdringliches Schilf, im tieferen Wasser Schlinggras, das ungeübten Schwimmern gefährlich werden konnte. In dem sumpfigen Wiesengelände dahinter standen vereinzelt Kiefern. Der größere Teil des Dammes war mit jungen Erlenbäumen bepflanzt. Im »Stårkåneia« badeten die Erwachsenen und älteren Jugendlichen, die guten Schwimmer. Der anschließende »Seglteich« war schon viele Jahre ohne Wasser, über seinen Damm führte ein Weg. Das Wäldchen hinter dem »Seglteich« gehörte schon zu Neuhäuser, einer Ortschaft mit 19 Häusern und Höfen, die zur Gemeinde Pechgrün gehörte.
Am Westabhang vom »Matzles-Büller« lag der »Pfårrteich«, er war ca. 50 Ar groß und gehörte zum Ortsteil »Vuaglsong«. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft lagen die Grundstücke vom »Boochheinzl« und »Ullmann«. Der Damm des »Pfårrteichs« war zur Hälfte mit Stauden bewachsen. In seiner Mitte stand ein alter Holzbirnbaum. Die zweite Hälfte des Dammes war bis zu Ullmanns Behelfsheim mit noch jungen Eichen bepflanzt. Im »Pfårrteich« tummelten sich die kleinen Buben, Mädchen und jene Erwachsene, die das Schwimmen erst erlernten.
Ein Fußsteig führte zwischen dem »Pfårrteich« und »Büllerl« am Rande von Feldern und anschließend durch Wiesen zum Köstldorfer Weg. Bei der Einmündung dieses Steiges begann der Weg zur »Wejam(ü)hl« und nach Kösteldorf anzusteigen. Bevor er jedoch den Wald beim alten »Hiachahaus« erreichte, stand ein neueres Haus, Haus Nr. 98, das nach Form und Größe dem Haus Nr. 95, dem ersten an der Straße von Chodau her, sehr ähnlich war. Einige dickstämmige, hohe Kiefern überragten das Haus. Von dort hatte man eine herrliche Aussicht über das Dorf und das weite Land. Der Ausblick ging über die umliegenden Teiche, Wiesen, Felder, weit über Chodau hinaus und hinüber bis zum »Krudum« dem höchsten Berg im Kaiserwald. Man hatte den Horner- und den Aberg sowie die Freundschaftshöhe mit seinem Aussichtsturm vor sich. Weit im Osten im Tal der Eger ragte der Burgstadl in den Himmel, ein Vulkankegel und höchste Erhebung im Duppauergebirge. Unterhalb des Hauses, in der Nähe der »Låuch« gab es ein »Teichl«, »'s Grejsteichl« war nur wenige Quadratmeter groß.
Das »Hiachahaus«, Haus Nr. 14, nach seinem letzten Besitzer »Frankschneiderhaisl« genannt, war von Wald umgeben, dennoch konnte man es vom »Stårkåneiateich« aus gut sehen. Es lag einige Meter oberhalb einer Waldwiese auf einer Anhöhe. Der »Köstldorfer Weg« führte im weiten Bogen um diese Wiese herum und stieg in Richtung »Wejam(ü)hl« leicht an, die Scheune stand etwas vom Haus entfernt. An ihrer Rückseite ragte eine imposante Fichte bildbeherrschend in den Himmel. Vor dem Kleinbauerneinheitshaus mit Krüppelwalmdach und einem Erker über der Haustür, die über mehrere Stufen zu erreichen war, lag der Gemüse- und Blumengarten. Er war in Stufen angelegt, weil der Höhenunterschied zum Weg an der Grundstücksgrenze ziemlich beachtlich war. Kurz nach dem »Hiachahaus« zweigte links ein Waldweg zum »Knicker« und nach Neuhäuser ab.
Nach der Wiese war der Weg nach Köstldorf auf beiden Seiten bewaldet (Abb. 32). Doch nach wenigen Metern öffnete sich der Wald zu einer fast quadratischen Wiese, die an drei Seiten von Hochwald umgeben war. Nur nach Süden zum »Hiachahaus« hin waren die Bäume noch niedrig. Dort, wo der Weg wieder im Hochwald verschwand, stand zwischen Kirschbäumen die Mühle (Abb. 33). Es war ein idyllischer Platz, besonders im Frühling, wenn die Bäume und die Wiesenblumen blühten. Der »Mühlteich« lag etwas oberhalb im Schatten alter Fichten. An ihm vorbei führte der Fuhrweg steil und beschwerlich zwischen Wildbach und dem Abhang der »Goldana Leitn« ins Nachbardorf.