Übersicht
Ausgewählte Texte, Stimmen und Erinnerungen mit kurzen Kommentaren
Hier sammeln wir Texte, Stimmen, Bilder und Erinnerungen an Pechgrün – historische Zeugnisse ebenso wie heutige Formen der Annäherung. Kurze Kommentare stellen die einzelnen Beiträge vor und ordnen sie ein.
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Zurück nach Pechgrün
Eine imaginäre Zeitreise in das verschwundene Dorf
Eine bildliche Zeitreise durch das verschwundene Pechgrün. Aus alten Fotografien und historischen Vorlagen entstand eine Folge realistischer Bilder, die das Dorf mit seinen Häusern, Straßen, Gärten und Bewohnern wieder vorstellbar macht.
Am besten einfach Bild für Bild durch das Dorf gehen – wie bei einem Spaziergang durch ein Pechgrün, das es heute nicht mehr gibt.
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A Hooch aaf unna Dorf uu d' Pechgräina Leit
Erzählt und aufgeschrieben von Erich Heinzl
Ein stark innenperspektivischer Text: ein Feuerwerk an Namen, Hausnamen und persönlichen Zuordnungen – sehr wertvoll als Erinnerungsdokument und Personen-Porträt, für Außenstehende jedoch anspruchsvoll, wenn man die Figuren nicht bereits kennt.
Am besten lesen, wenn man bereits im Personen- oder Hauskontext ist oder gezielt nach Familiennamen sucht.
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Egerländer Mundart
So hat es geklungen
Eine Stimme aus dem Egerland: Elfriede Šulková spricht in ihrer Mundart. Kein erklärender Text, keine Übersetzung – es geht allein um Klang, Rhythmus und Tonfall.
Am besten mit Ruhe anhören – der Eindruck entsteht weniger über Wörter als über den Klang der Sprache.
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Die letzten Jahre von Pechgrün
Gleise, Halden und die letzten sichtbaren Spuren des Dorfes
Die letzten Jahre von Pechgrün: von der Auflösung des Dorfes über Abriss und Verfall bis zu seinem vollständigen Verschwinden unter der Halde. Bilder und Erinnerungen zeigen, wie sich die vertraute Landschaft Schritt für Schritt in eine Industrielandschaft verwandelte.
Besonders auf die Bilder achten: Sie zeigen verschiedene Stadien des Verschwindens – von den letzten Mauerresten bis zu einer Landschaft, in der vom Dorf nichts mehr zu sehen ist.
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Ebbas va dahuim
Egerländer Wörterbuch zusammengestellt von Erich Heinzl
Ein aus dem Gedächtnis entstandenes Egerländer Wörterbuch, das nicht erklärt, sondern bewahrt. Die Wörter stehen für sich, oft nur durch kurze Übersetzungen gestützt, und lassen Klang, Eigenheit und Alltagssprache sichtbar werden. Weniger Nachschlagewerk als sprachliches Erinnerungsdokument.
Zum Stöbern und Wiederentdecken einzelner Wörter – weniger zum systematischen Nachschlagen.
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Da Drrrn
Ein Gedicht von Erich Heinzl über das Pepperl, seinen kleinen Bruder
Ein liebevoll und mit leisem Humor geschriebenes Gedicht im Egerländer Dialekt. Zeile für Zeile erzählt es von Kindheit, Geschwisterbeziehung und dem Klang einer Sprache, die heute kaum noch gesprochen wird. Der Text erschließt sich erst im genauen Lesen – und im Hören der Worte.
Zum langsamen Lesen und Entdecken – am besten Zeile für Zeile, mit Blick auf Sprache und Klang.
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Über unsere Teiche
Wie ich sie als junger Mensch erlebt habe
Ein dichter Erinnerungsaufsatz von Karl Redelbach über die Teiche von Pechgrün als Lebens-, Spiel- und Erfahrungsraum. Naturbeobachtung, Dialekt, Fischerei und Schwimmen verbinden sich zu einem lebendigen Bild der Jugendzeit – ruhig erzählt, aber voller Szenen, Namen und Atmosphäre.
Gut lesbar auch ohne Vorkenntnisse. Besonders wirkungsvoll, wenn man sich Zeit lässt und die Bilder als Teil des Erzählflusses betrachtet.
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Erich Lill erinnert sich
Ein Zeitzeuge erzählt von Kindheit, Krieg und Vertreibung
Historische Fotos, Karten und ergänzende Hintergrundinformationen begleiten die beiden Video-Interviews und ordnen sie in ihren zeitgeschichtlichen Zusammenhang ein.
Am besten in Ruhe ansehen – Karten und Fotos vertiefen die Eindrücke aus den beiden Video-Interviews.
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Rudolf Wildner trägt vor
Das Gedicht „Winter in Pechgrün“ von Karl Redelbach
Rudolf Wildner, der in Pechgrün aufwuchs, trägt Karl Redelbachs Gedicht „Winter in Pechgrün“ im Egerländer Dialekt vor. Das Gedicht führt durch einen Wintertag im Dorf – mit spielenden Kindern, Postler, Fuhrmann, Bergmann und vielen kleinen Beobachtungen aus dem Alltag.
Am besten zuerst Rudolf Wildner zuhören und anschließend den Dialekttext mit der hochdeutschen Übertragung lesen.
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Josef Moder erzählt
„Ich war weder Tscheche noch Deutscher“
Ein persönliches Porträt von Josef „Pepp“ Moder. Historische Fotos, ein Zeitzeugen-Interview und ergänzende Hintergrundinformationen zeichnen seinen Weg von der Kindheit in Ober-Chodau über die Aussiedlung nach Bayern bis zu seinem späteren Engagement für die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen nach.
Besonders empfehlenswert für alle, die verstehen möchten, wie Sudetendeutsche, die nach 1945 in der Tschechoslowakei blieben, ihre Heimat und ihre Identität erlebten.
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Wo ist Pechgrün?
Rudolf Wildner auf der Suche nach dem Pechgrün seiner Kindheit
1999 kehrt Rudolf Wildner erstmals nach 53 Jahren in seine alte Heimat zurück. Von Chodau aus sucht er nach Pechgrün, dem Dorf seiner Kindheit, das inzwischen unter einer gewaltigen Abraumhalde verschwunden ist. Sein persönlicher Bericht schildert den Weg durch eine tiefgreifend veränderte Landschaft, die Erinnerungen an vertraute Orte und die Begegnung mit einem alten Schulfreund. Aktuelle Fotografien dokumentieren die beschriebenen Schauplätze. Ergänzt wird der Bericht durch Wildners Gedicht „Schicksal eines Dorfes“.
Besonders auf die Fotografien achten: Sie zeigen die Orte, die Rudolf Wildner 1999 nach mehr als fünf Jahrzehnten wieder aufsuchte.